Glossar – Schnittblumen

A

Amaryllis

Gattung: Amaryllis

Familie: Amaryllisgewächse 

Vorkommen: Amaryllis, oder auch Ritterstern genannt, sind in den subtropischen Regionen Südamerikas beheimatet. Wild wachsen diese Pflanze vor allem in den peruanischen Anden sowie in Süd- und Mittelbrasilien.

Aussehen: Die trichterförmigen Blüten der Amaryllis präsentieren sich in Rot, Rosa und Weiß. Es gibt aber auch mehrfarbige Züchtungen. Bei diesen ist der äußere Rand der Blütenblätter markant und der Kelch in einer helleren Farbe eingefärbt, wobei sich mehrfarbige Streifen abzeichnen. Der Blütenstand kann dabei einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen. Die riemenförmigen Blätter erscheinen in einem satten Grün, wodurch ein ansprechender Kontrast zur Blüte entsteht. 

Blütezeit: Die Blütezeit der Amaryllis beginnt im Dezember und endet im Januar. Wann der Ritterstern zu blühen beginnt, hängt davon ab, wann die Zwiebel eingepflanzt wird.

Pflegehinweis: Der Lebenszyklus der Amaryllis ist in drei Vegetationsphasen unterteilt, wobei sich in jeder Phase der Anspruch an den Standort ändert. In der Wachstumsphase vom Frühjahr bis zum Sommer benötigt die Amaryllis einen halbschattigen Platz mit Temperaturen von 24 bis 26 °C. In dieser Vegetationsphase sollte für eine ausreichende Nährstoffzufuhr durch spezielle Düngestäbchen oder Düngerkalk gesorgt werden.

Der Herbst dient der Pflanze als Ruhephase, wofür ein dunkler Standort bei konstanten 16 °C benötigt wird. Im Winter, während der Blütephase, sollte die Pflanze an einem hellen Standort kultiviert werden, an dem die Temperaturen bei 20 °C liegen. Dabei gilt: Je niedriger die Temperaturen, desto länger hält sich die Blüte. Sowohl im Herbst als auch im Winter muss die Amaryllis in unseren Breitengraden aber vor Frost geschützt werden, da dieser die Wurzel beschädigt.

C

Calla

Gattung: Froschlöffelartige

Familie: Aronstabgewächse

Vorkommen: Sowohl in Nordamerika als auch in Afrika wächst die Calla wild. In anderen Gebieten wird die Blume als Schnitt-, Zier- oder Topfblume kultiviert.

Aussehen: Calla präsentiert sich mit einer reinen, weißen Blüten, von denen sich der gelbe Blütenkelch deutlich abzeichnet. Inzwischen gibt es weitere Farbvarianten, wie gelb, violett und rosa. Die Pflanze erreicht ausgewachsen eine Höhe von bis zu 50 cm.

Blütezeit: Wann die Calla blüht, hängt von der Sorte ab. Die meisten Zimmercalla-Sorten blühen im Januar, während sommerblühende Varianten im Mai die ersten Blüten zeigen. Wenn die Blumenzwiebeln im Freien gesetzt werden, dann lässt sich bei uns mit einer Blütezeit zwischen Juni und Juli rechnen.

Pflegehinweis: Während der Blütezeit sollte die Calla sparsam gegossen werden und im Winter muss die Knolle kühl und trocken sein. Da die Knolle empfindlich auf Frost reagiert, sollte sie zudem regelmäßig gedüngt werden. 

D

Distel

Gattung: Cirsium

Familie: Asterngewächse

Vorkommen: An Ballast-Abladestellen und Häfen sowie auf Weiden.

Aussehen: Beharrte und mit spitzen Stacheln besetzte Stängel mit halbkugelförmigen Blüten und einer Breite von 2 bis 6 cm in kräftigem Lila, metallischem Blau oder Silberweiß.

Blütezeit: Juli bis September

Pflegehinweis: Im Frühjahr sollte eine Volldüngergabe vorgenommen werden und im Herbst die verblühten Bestandteile abgeschnitten werden. Obwohl die Distel Temperaturen bis zu -10 °C sehr gut aushalten kann, sollte Reisig oder Vlies zum Schutz der Wurzeln aufgelegt werden.

E

Euphorbia

Gattung: Euphorbioideae

Familie: Wolfsmilchgewächse

Vorkommen: In Südamerika hat die Pflanze ihre Heimat im Freien, in anderen Ländern wird sie als Topfpflanze kultiviert.

Aussehen: Die Blätter erscheinen meistens in einem dunklen Grün, die Hochblätter treten in unterschiedlichen Farbschattierungen auf. Häufig wird die Euphorbia in einem satten Rot angeboten.

Blütezeit: Von November bis Februar

Pflegehinweis: Die Pflanze sollte an einem Platz stehen, wo Temperaturen von 15 bis 22 °C herrschen und keine direkte Sonneneinstrahlung hingelangt. Die Wurzeln dürfen nicht zu nass werden und sollten deshalb nur leicht feucht gehalten werden. Alle zwei Wochen sollte mit Flüssigdünger für Blühpflanzen gedüngt werden, um die Blüte zu erhalten.

F

Frauenschuh

Gattung: Asparagales

Familie: Orchidacceae

Vorkommen: Als Halbschattengewächs kommt der Frauenschuh auf Lichtungen ebenso wie an den Rändern von Kiefernwäldern vor. Aber auch im Laub- und Mischwald wächst die seltene Pflanze.

Aussehen: Die Blüte des Frauenschuhs besteht aus 5 cm langen rot-braunen Blütenblättern, die eine gelbe, bauchige Lippe umgeben. In der Regel trägt jeder Trieb eine bis zwei Blüten.

Blütezeit: Von Mai bis Juni

Pflegehinweis: Besonders im Sommer muss der Frauenschuh mit ausreichend lauwarmem Wasser gegossen werden, damit das Substrat niemals ganz austrocknet. Ist die Luftfeuchtigkeit aufgrund von hohen Temperaturen sehr hoch, sollte die Pflanze regelmäßig besprüht werden, dabei aber die Blüte auslassen. Im Winter sollte das Gießen sparsamer erfolgen, damit keine Staunässe entsteht. Es ist sinnvoll, den Frauenschuh alle zwei Wochen mit Orchideen-Dünger zu versorgen. 

G

Gladiole

Gattung: Gladiolus

Familie: Schwertliliengewächse

Vorkommen: Die Heimat der Gladiole liegt im südlichen Afrika sowie im Nahen Osten. Als Zierpflanze wird sie aber auch in Südeuropa kultiviert.

Aussehen: Die Gladiole bildet ährenförmige Blütenstände. Die sechs Blütenblätter erscheinen in allen Farben, außer in Blau, Braun und Schwarz. Auch gestreifte Varianten sind inzwischen erhältlich.

Blütezeit: Die Blütezeit hängt von der gewählten Sorte ab. Frühblühende Gladiolen beginnen im Juni, während im September die spätblühenden Arten ihre Blüten öffnen.

Pflegehinweis: Die Knolle der Gladiole ist nicht winterhart, weswegen die Wurzel im Herbst aus der Erde genommen und trocken gelagert werden sollte. Die Knollen können im Frühjahr, in der Regel im März, 7 bis 10 cm tief in sandige und durchlässige Erde gesetzt werden. Im Sommer muss darauf geachtet werden, dass die Erde nicht austrocknet, aber auch nicht zu nass ist. 

I

Iris

Gattung: Aspargales

Familie: Schwertliliengewächse

Vorkommen: Bereits seit dem Mittelalter ist die Iris wildwachsend in Deutschland vorzufinden. Dabei gedeiht die Pflanze bevorzugt auf warmen und kalkhaltigen Böden. Häufig findet sich die Iris an grasigen Böschungen und Weinbergen.

Aussehen: Die schwertförmigen Blätter der Iris präsentieren sich meistens in einem dunklen Blaurot und Hellblau. Es gibt aber auch Varianten mit gelben oder weißen Blütenblättern. Charakteristisch für die Iris sind die Außenhüllenblätter, die sich gewölbt nach unten neigen, während die Innenhüllenblätter nach oben ausgerichtet sind.

Blütezeit: Die Iris blüht im Juni.

Pflegehinweis: Wichtig ist, dass der Boden aus Humus mit einem Anteil Sand besteht und durchlässig ist, denn die Wurzeln vertragen keine Staunässe. Nach dem Auspflanzen sollte die Iris ausreichend gegossen werden. Infolge benötigt sie nur nach längerer Trockenheit zusätzliches Wasser. Die Iris benötigt keinen zusätzlichen Dünger und gedeiht am besten ungestört.

L

Lilie

Gattung: Lilien

Familie: Liliengewächse 

Vorkommen: Natürlich wachsen Lilien in allen temperierten Zonen der nördlichen Hemisphäre, wobei Asien der Schwerpunkt der Artenvielfalt ist. Lilien wachsen häufig in waldigen, waldnahen oder küstennahen Regionen, da dort eine Symbiose aus feuchtem und kühlem Klima herrscht.

Aussehen: Die Blüte erscheint als Einzelblüte oder als Traube. Die Farben reichen von Weiß, Grün, Gelb, Orange über Rot bis hin zu Purpur. Dabei weisen die weißen Blütenblätter häufig rosa- oder kastanienfarbige Flecken auf.

Blütezeit: Die Blütezeit hängt von der Sorte ab. Generell blühen Lilien in einem Zeitraum von Mai bis August, wobei die meisten Arten ihre Blüten zwischen Ende Juni und Mitte Juli öffnen.

Pflegehinweis: Damit Lilien optimal wachsen, ist es wichtig, dass Pflanzloch mit einer Drainage aus grobem Kiesel zu versehen. Damit lässt sich Staunässe verhindern. Sobald ein Stiel verblüht ist, sollte die Blüte entfernt werden, um den Kraftverlust zu minimieren. Und wenn die Blätter absterben, einfach den Stiel knapp über der Erde abtrennen. Im Frühjahr sollte die Lilie mit mineralischem Volldünger versorgt werden, ebenso während des Austriebs.

N

Nelke

Gattung: Nelken 

Familie: Nelkengewächse

Vorkommen: Es gibt 320 bis 600 Arten von Nelken, die alle in den gemäßigten Temperaturzonen der nördlichen Hemisphäre beheimatet sind.

Aussehen: Nelken entwickeln einzelne oder mehrere endständige Blüten und bilden Kronblätter aus, die in Weiß, Rosa, Rot und Purpur erscheinen. Es gibt aber auch gemusterte, mehrfarbige und gestromte Varianten.

Blütezeit: Die Blütezeit ist abhängig von der Sorte. In der Regel blühen Nelken ab Mai bis September.

Pflegehinweis: Nelken sind sehr pflegeleichte Blumen, die nur wenig Wasser benötigen. Außerdem ist es nicht notwendig, außer bei einem sehr ausgelaugten Boden, die Pflanze zu düngen. Lediglich verwelkte Blütenstiele sollten regelmäßig abgeschnitten werden.

O

Osterglocke

Gattung: Narzissen

Familie: Amaryllisgewächse

Vorkommen: Die Osterglocke stammt aus Mitteleuropa und wächst dort auf leicht lehmigen Wiesen, in hellen Wäldern und an Bachrändern.

Aussehen: Die Osterglocke bildet gerade grüne Stiele aus, auf denen eine Blüte sitzt, die aus sechs um einen Kelch angeordneten Blütenblättern besteht. Besonders markant ist das kräftige Gelb der Blüte.

Blütezeit: Von März bis April

Pflegehinweis: Die Osterglocke braucht nur wenig Pflege, nachdem sie im Herbst gepflanzt wurde. Vorsicht ist jedoch bei Kindern und Haustieren geboten, da die Osterglocke eine Giftpflanze ist. Der Verzehr kann zu Erbrechen und Schwindel führen. Auch sollte das Schnittwasser der Osterglocke niemals getrunken werden, da sich dort die Alkaloide und Bitterstoffe absetzen.

P

Protea

Gattung: Zierbüsche

Familie: Silberbaumgewächse

Vorkommen: Der Ursprung der Protea, auch Zuckerbusch genannt, liegt im südlichen Afrika. Allein 65 der 100 Arten sind rund um Kapstadt zu finden und in der Kapflora heimisch.

Aussehen: Die Protea bildet einen großen Blütenkopf aus, der aus spiralförmigen, glatten und glänzenden Blättern besteht. Dieser kann bis zu 25 cm breit werden und erinnert an die Blüte der Artischocke. Das Farbenspiel der Blüte besteht aus unterschiedlichsten Rosa- sowie Rottönen.

Blütezeit: Von März bis Mai

Pflegehinweis: Wichtig ist, dass die Erde der Protea nährstoffarm und sandig ist. Dabei muss der Boden durchlässig sein, da die Wurzeln niemals ganz austrocknen dürfen. Die Topfpflanze hat ihre Wachstumsphase zwischen April und September. In dieser Zeit sollte alle zwei Wochen ein phosphatfreier Dünger zugegeben werden.

S

Sonnenblume

Gattung: Sonnenblume

Familie: Kornblütler

Vorkommen: Die Sonnenblume wird inzwischen weltweit kultiviert, wobei die Verbreitung abhängig von der Art ist.

Aussehen: Mit 2 bis 3 m Höhe ist die Sonnenblume sehr beeindruckend und zeigt ein markantes Farbspiel zwischen den gelben Blütenblättern und dem schwarzen Kern. Je nach Art verlaufen die Blätter länglich bis herzförmig.

Blütezeit: Von Juli bis Oktober

Pflegehinweis: Die Erde sollte stets nass sein, es darf aber keine Staunässe entstehen. Da es sich bei der Pflanze zum einen Starkzehrer handelt, muss die Sonnenblume jede Woche mit einem stickstoffbetonten Dünger versorgt werden.

T

Tulpe

Gattung: Tulpe

Familie: Liliengewächse

Vorkommen: Den Ursprung haben die Tulpen in Persien und in der Türkei. Inzwischen sind Tulpen aber in ganz Asien, Europa und Nordafrika beheimatet.

Aussehen: Die Blütenblätter von Tulpen weisen kräftige Farben auf, die von Pink, Rot und Orange über Hellgrün bis hin zu Weiß reichen. Dank verschiedener Züchtungen gibt es aber auch gestreifte, gefleckte sowie marmorierte Tulpen.

Blütezeit: Von März bis Anfang April

Pflegehinweis: Die Zwiebeln der Tulpen können bereits im Herbst gesetzt werden. Im Frühling sollten die Pflanzen dann regelmäßig gedüngt werden, bis die Blütezeit beendet ist. Die Blätter sollten erst vollständig trocken sein, bevor sie entfernt werden, um die Pflanze nicht zu schädigen.